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Tarifvertrag stahl nrw 2020

Der Tarifvertrag sieht vor, dass Unternehmen, die gezwungen sind, von diesen Optionen abzuweichen, abweichen. Befindet sich ein Unternehmen in ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten, soweit sein Beschäftigungsniveau beeinträchtigt wird, ist es nicht verpflichtet, diese Klauseln für Lehrlinge einzuhalten. Dasselbe gilt, wenn persönliche Gründe eine weitere Anstellung eines Lehrlings rechtfertigen. Im ersten Fall muss der Betriebsrat der Verzögerung zustimmen, im zweiten falles muss nur die Geschäftsführung zustimmen. Während der Einsatz von Leiharbeitnehmern beispielsweise durch einen Betriebsvertrag eingeschränkt werden kann, können andere Flexibilisierungsmaßnahmen bei der Vergütung eingeführt werden, wie die Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden für einen begrenzten höheren Anteil der Arbeitnehmer. Wenn Leiharbeitnehmer nicht die gleichen Löhne und Arbeitsbedingungen wie Dauerbeschäftigte genießen, kann der Betriebsrat dagegen einwenden, dass sie in Zukunft eingesetzt werden. Es würde etwa eine Million Euro mehr pro Jahr kosten, um den Arbeitnehmern den regionalen Satz zu zahlen. Der durch den Streik verursachte wirtschaftliche Schaden wird inzwischen auf rund drei Millionen Euro geschätzt, doch das Management weigert sich, sich zu begeben. Die Arbeiter glauben, dass es bei dem Streik nicht mehr um Geld geht.

Riva besitzt weitere deutsche Stahltöchter, und es gibt Bedenken, dass das Unternehmen versucht, einen Präzedenzfall zu schaffen. Um den Verzicht auf die kollektiv vereinbarte Zusatzvergütung von 1.000 Euro schmackhaft zu machen, heißt es in der neuen Erklärung der Gewerkschaft, dass “auch die Geschäftsführung, der Vorstand und die Geschäftsleitung einen vergleichbaren Beitrag in der Corona-Krise leisten”. “Jetzt ist es an der Zeit, dass das Geld zurückfließt”, sagte Nasikkol und erklärte, dass Stahl in den vergangenen zehn Jahren 3,5 Milliarden Euro an Gewinnen in die Sorgenkassen gepumpt habe. Die Arbeitnehmervertreter, die eine Verlängerung des Vertrags wollen, sagen, dass eine Zusage des Managements, 570 Millionen Euro (632 Millionen Dollar) in die Stahlsparte zu investieren, verdreifacht werden muss, um die Marktchancen von Thyssenkrupp wiederzubeleben. Der Ausverkaufsprozess, also die Schließung des Grobblechwerks mit 800 Arbeitsplätzen, laufe nun “transparent und unter Beteiligung des Betriebsrats und der Gewerkschaft IG Metall bis zum Jahresende”. IG-Metall-Erster Vertreter Dieter Lieske weist darauf hin, dass die Schließung weitreichende Folgen hat: Die benachbarten Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) liefern den Stahl für das Grobblechwerk und sind damit auch gefährdet. Aber seine Schlussfolgerung? Es sei “ein gutes und abgerundetes Paket für die Mitarbeiter”. Neben dem Pilotvertrag für die Metall- und Elektroindustrie im Südwesten Deutschlands haben Arbeitgeber und IG Metall auch einen Branchentarifvertrag für Leiharbeitnehmer in der gesamten deutschen Elektro- und Metallindustrie ausgehandelt. Nur wenige Tage später wurde auch ein weiterer Tarifvertrag unterzeichnet, diesmal für Leiharbeitnehmer in der Branche. Die kürzlich geschlossene Vereinbarung ermöglicht die uneingeschränkte Entsendung von Leiharbeitnehmern in jedem Unternehmen für 18 Monate. Nach Ablauf dieser Frist muss das Unternehmen prüfen, ob der betreffende Leiharbeitnehmer einen direkten unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten kann. Im Mai 2012 unterzeichneten die Sozialpartner der deutschen Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg einen neuen Tarifvertrag.

Die Beschäftigten in der Industrie erhalten Lohnerhöhungen, und die Vereinbarung sieht auch neue Regelungen für Leiharbeitnehmer und Auszubildende in metallverarbeitenden Betrieben vor. Sie hat eine Laufzeit von 13 Monaten und dient als Pilotvereinbarung für andere Regionen. Ende desselben Monats wurde außerdem eine gesonderte Vereinbarung über Leiharbeitnehmer in der Branche geschlossen. An die Arbeitnehmer gewandt, warf Nasikkol dem diversifizierten Anliegen vor, seine Stahlarbeiter als “schmutzige Kinder” zu behandeln und Reparaturen wegzulassen oder nur behelfsmäßige Korrekturen vorzunehmen. Vor anderthalb Monaten kündigte die IG Metall an, bis Ende März einen sogenannten künftigen Tarifvertrag zu unterzeichnen und zu versiegeln. Nun hat die Gewerkschaft bekannt gegeben, dass der “Tarifvertrag zum Zukunftspakt stahl20-30” am Dienstagabend erfolgreich abgeschlossen wurde.

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