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Tarifvertrag igz dgb lohntabelle 2018

Es gibt einige Sektoren, in denen es deutliche Unterschiede zwischen der Zahlung an Leiharbeitnehmer und den so genannten “Dauerbeschäftigten” im Kundenunternehmen gibt. Für diese Sektoren wurden sektorbezogene zusätzliche Lohnskalen vereinbart. Je länger die Beschäftigung dauert, desto höher ist der sektorbezogene Zusatzlohn. Sie nähern sich in fünf Schritten und innerhalb von neun Monaten dem Lohnniveau im Kundenunternehmen an und schließen damit die “Lohnlücke”: Die Bestimmungen der beiden tariflichen Rahmenpakete, die im Mai 2003 zwischen DGB und BZA und iGZ geschlossen wurden, teilen jeweils einige gemeinsame Bestimmungen, unterscheiden sich aber im Detail. Sie weichen in vielerlei Hinsicht von dem ab, was in der Rahmenvereinbarung vom Februar 2003 festgelegt worden war. Nach beiden DGB-Tarifverträgen haben Arbeitnehmer im ersten Arbeitsjahr 24 Arbeitstage (von Montag bis Freitag) Anspruch auf bezahlten Urlaub. Wenn Arbeitnehmer die Zeitarbeitsfirma innerhalb der ersten sechs Monate ihrer Beschäftigung verlassen, wird der Anspruch anteilig auf das gesetzliche Minimum von 24 Tagen (von Montag auf Samstag) pro Jahr reduziert. Der Anspruch auf bezahlten Urlaub steigt mit der Beschäftigung und erreicht nach fünfjähriger Beschäftigung in der Zeitarbeitsfirma maximal 30 Arbeitstage (von Montag bis Freitag). Hinsichtlich der Zahl der Mitarbeiter der Arbeitsagentur oder der Agenturgröße zeigt der Markt keine Anzeichen für einen Konzentrationsprozess, da der gesamte Markt und die Nachfrage nach TAW in den letzten Jahren zugenommen haben. Dennoch ist der Anteil der größeren Agenturen zwischen 2004 und 2007 gestiegen (siehe Tabelle 6). Die Gesamtzahl der Agenturen stieg von 15.416 Betrieben im Juni 2004 (einschließlich der erst vorübergehenden Zuteilung von Arbeitnehmern) auf 20.784 im Juni 2007. Erstens fallen Leiharbeitnehmer und Festangestellte im Nutzerunternehmen unter unterschiedliche Tarifverträge. Zweitens: Wenn ein Tarifvertrag die Dauerbeschäftigten im Nutzerunternehmen nicht abdeckt, werden die Arbeitsbedingungen auf der Grundlage individueller Arbeitsverträge festgelegt.

Daher profitieren Leiharbeitnehmer nicht von zusätzlichen Vorteilen, die vom Benutzerunternehmen angeboten werden. Auch BZA, iGZ und der DGB-Verhandlungsverband haben eine Vereinbarung über Mindestlöhne für Ost- und Westdeutschland geschlossen, die auf Eis gelegt wurde und nur in Kraft tritt, wenn sie für allgemeinverbindlich erklärt wird (siehe Abschnitt 2.1). Am 27. Mai 2003 unterzeichneten Vertreter aller dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) angeschlossenen Gewerkschaften ein Paket von bundesweiten branchenübergreifenden Tarifverträgen für Leiharbeitnehmer mit dem Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA), zu dem einige der großen Unternehmen der Branche gehören. Das Paket besteht aus einem allgemeinen Rahmentarifvertrag über die Beschäftigungsbedingungen (Manteltarifvertrag) – dessen endgültige Fassung am 11. Juni 2003 unterzeichnet wurde – einem Rahmentarifvertrag über Lohnbesoldungsgruppen (Entgeltrahmentarifvertrag) und einem Tarifvertrag über die Bezahlung (Entgelttarifvertrag). Zwei Tage später, am 29. Mai 2003, einigten sich die DGB-Mitgliedsverbände und ein zweiter Arbeitgeberverband, die Interessengemeinschaft Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), die eine Reihe kleiner und mittlerer Zeitarbeitsfirmen vertreten, auf ein ähnliches Paket von Tarifverträgen. Nur wenige Tarifverträge auf Betriebsebene oder Betriebsvereinbarungen sehen Lohnparität vor oder beschränken die Nutzung von TAW.

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